Querdenker erwünscht: Wir fördern Mitarbeiterpotenzial
Für den Vergleich von Kraftwerken hat E.ON beispielsweise ein eigenes Benchmarking-Modell entwickelt. Im Unterschied zu anderen Modellen arbeitet das E.ON-Kraftwerks-Benchmarking nicht nur mit Zahlen, sondern nimmt auch Prozesse und Arbeitspraktiken unter die Lupe, die hinter diesen Zahlen stehen. Denn nur so kann man sehen, welche der 34 Kraftwerke die besten ihrer Klasse sind und wie wir ihre Besonderheiten auf unseren Kraftwerkspark übertragen können. Das Benchmarking der E.ON-Kraftwerke wird jährlich durchgeführt, und alle drei bis vier Jahre werden zusätzlich externe Kraftwerke einbezogen. So können wir erkennen, wo unsere Kraftwerke im internationalen Vergleich stehen. Verschiedene andere Versorgungsunternehmen haben bereits Interesse an unserem Modell bekundet.
Besonders erfolgreich ist das betriebsinterne Vorschlagswesen "idEE.ON" von E.ON Energie sowie "IdeeNet" von E.ON Ruhrgas. Im Rahmen von "idEE.ON" sind im Jahr 2007 1.123 Ideen umgesetzt worden – das entspricht einer Realisierungsquote von fast 44 Prozent. Durchschnittlich wurden damit 94 Ideen pro Monat umgesetzt. Dadurch konnten im Jahr 2007 insgesamt über zwei Millionen EUR eingespart werden, von denen rund 730.000 EUR an die Ideenentwickler weitergereicht wurden.
Highlight 2007 war die Idee eines Mitarbeiters aus dem Kernkraftwerk Isar. Sein Vorschlag verbessert die Technik des so genannten Sippens, bei dem die Dichtheit der zum Brennelement zusammengefassten Brennstäbe geprüft wird. Je früher man eine beginnende Leckage ermittelt, um so eher kann man einen Brennstab oder auch das Brennelement tauschen und einer Kontamination des Kühlwassers vorbeugen. Der Verbesserungsvorschlag des Mitarbeiters führt zu einer jährlichen Nettoeinsparung von über 90.000 EUR im Block 1 des Kernkraftwerks Isar und gleichzeitig auch zu einem verbesserten Gesundheitsschutz und einer Erhöhung der Sicherheit.
